DER NATURPARK SA DRAGONERA
MALLORCA KENNENLERNEN
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Westlich der Insel Mallorca liegt Sa Dragonera, eine der kleinen Inseln der Balearen. Sie gehört zu einer geschützten Region mit dem Status eines Naturparks, zu der außerdem noch die Inseln Pantaleu und Sa Mitjana zählen. Die insgesamt 908 Hektar große Inselgruppe ist rund 800 Meter von der Küste Mallorcas entfernt, wobei die Gewässer nicht sehr tief sind und der Meeresgrund dort großen Naturreichtum aufweist.


Obwohl die Inseln heutzutage unbewohnt sind, gibt es im Laufe der Geschichte Hinweise auf eine Talayotische Besiedlung. Man nimmt an, dass Sa Dragonera in der Römerzeit als Begräbnisstätte genutzt wurde, da man in Cala Es Lladó eine Nekropole (Totenstadt) entdeckt hat. Um 1229 eroberte Jakob I Mallorca und nutzte Sa Dragonera als Basis, um seinen Angriff vorzubereiten. Über die Jahre fiel die kleine Insel immer wieder in andere Hände, von der Familie Villalonga bis hin zu Juan March. Im Jahr 1941 kaufte die Firma PAMESA die Insel mit der Absicht, darauf eine Wohnanlage mit 1.200 Wohneinheiten zu errichten, doch eine vehement geführte Umweltschutzkampagne stellte sich dagegen und der Nationale Gerichtshof verordnete ein Bauverbot. Schließlich, 1987, kaufte die Ratsversammlung von Mallorca die Insel und 1995 wurde sie zum Naturpark erklärt. 


Durch einen Blick auf die Fauna der Insel erschließt sich auch ihr Name, der sich von der Vielzahl an Eidechsen (dragons auf mallorquinisch) ableitet, die dort leben. Auf Mallorca selbst sind diese Eidechsen aufgrund der durch den Menschen im Laufe der Zeit verursachten Umweltveränderungen nicht mehr vorhanden. Gemeinsam mit der Mallorca-Geburtshelferkröte (span. Ferreret) zählen sie zu den ältesten Wirbeltieren der Balearen. Es ist streng verboten, sie zu füttern, da dies zur Veränderung ihrer Ernährung führen und sich auch auf andere Spezies der Insel Sa Dragonera, wie die Adouin-Möwe, den Skorpion, die Traginera-Ratte u.a. auswirken könnte. 


Zur nennenswerten Flora der Insel gehört das Balearen-Johanniskraut, eine der emblematischen Pflanzen der Balearen, obgleich sie auf Sa Dragonera stärker verbreitet ist als auf den restlichen Inseln. Ebenso findet man unter anderem Kapuzinerkresse, den echten Olivenbaum und die Meerzwiebel. 


Wie erwähnt gibt es auf diesen Inseln keine Wohngebäude. Die einzigen Gebäude, die sich dennoch dort befinden, sind die Wehrtürme (na Pòpia  und der Turm von Llebeig), erbaut im XVI Jahrhundert als Wach- und Wehrturm für die Seefahrt; die Leuchttürme (Faros) von Sa Dragonera (Faro Viejo, Faro de Llebeig und Faro de Tramuntana) sowie die Häuser und der Anlegeplatz von Cala Lladó. 


Man kann Sa Dragonera auf verschiedenen Routen erkunden. Zunächst gibt es den 1,7 km langen Weg von Cala Lladó zum Leuchtturm von Tramuntana, den man in circa einer Stunde zurücklegen kann. Seine Attraktivität liegt vor allem in den Ausblicken über die Küste von Mallorca. Die Route von Cala Lladó nach na Pòpia, die moderat schwierig ist und eine leichte Steigung aufweist, kann man in etwa 3 Stunden gehen. Sie ist wegen ihrer eindrucksvollen Steilküsten und ihrer Ausblicke auf die Mallorquinische Küste die ansprechendere Tour im Park. Eine dritte Möglichkeit ist, den 4,5 km langen Weg von Cala Lladó zum Leuchtturm von Tramuntana mit einer ungefähren Gehzeit von etwa 2 Stunden und 40 Minuten zu gehen, einschließlich eines Besuches des Leuchtturms von Llebeig. Die kürzeste Route schließlich ist die von Cala Lladó bis  Na Miranda, eine Rundwanderung, die man in 30 Minuten bewältigen kann und auf der man die historischen Anbauflächen für Oliven und Getreide in Cala Lladó sieht. 


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